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 Betreff des Beitrags: [Tripreport] Auf Spuren von Jack Sparrow. Kreuzfahrt in der
BeitragVerfasst: Di 16. Mai 2017, 20:56 
Purser

Registriert: Mo 1. Jun 2015, 13:43
BeitrÀge: 24
So, gestern begonnen, so folgt heute bereits der zweite Teil.

Den ersten gibt es hier:

http://www.flughafendiorama.de/viewtopic.php?f=95&t=147662


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Im heutigen Abschnitt geht es um die ersten drei angelaufenen Orte.

- Cartagena / Kolumbien
- Colon und Panama City / Panama
- Puerto Limon / Costa Rica

Auf diese Ziele freuten wir uns am Meisten! Nach einem Seetag, der optimal dazu genutzt wurde um das Schiff nĂ€her kennenzulernen und zu relaxen, wobei auch etwas Bewegung an Deck in Form von Volleyball auf dem Programm stand. Es war jedoch relativ windig, was auch zu Wellenbewegungen des Schiffs fĂŒhrte, in Zahlen lag die Wellenhöhe bei durchschnittlich 1,5 Metern. Zwischendurch regnete es auch immer mal wieder.

Nicht so am nĂ€chsten Tag, dem 15.12.2016, dem Tag der Ankunft in Cartagena, Kolumbien. Dem einzigen Stopp der Reise auf SĂŒdamerikanischen Boden. Die Sonne knallte voll auf die Köpfe und die Temperatur betrug knappe 35°Grad. Regen gab es an diesem Tag nicht.

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Wir machten am Pier fest, von wo wir ca. 300 Meter zum AbfertigungsgebĂ€ude laufen mussten, welches in einen kostenlosen botanischen Garten mĂŒndete. Man muss dazu sagen, dass wir nirgends mehr irgendwelche EinreiseformalitĂ€tenhinter uns bringen mussten, was schon mal ein riesen Vorteil ist. Dort gab es sĂ€mtliche Papageien Arten, jede Menge Eichhörnchen, Tukkane, Rehe und natĂŒrlich auch jede Menge an Pflanzenarten. Man möchte also schon von Anfang an die Touristen begeistern. Stellvertrend fĂŒr alle Tiere zeige ich euch drei Freunde.

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Danach folgte der typische Ankunfts und Transitwahnsinn. Am Ausgang schlugen sich die Taxi- und Busfahrer im wahrsten Sinne des Wortes um Passagiere. Der typische Preis in die 5 Kilometer entfernte Altstadt betrug 5$ pro Person, was auch vöiig okay war. ZurĂŒck sollte es auch soviel kosten. Wir konnten uns zu viert ein Taxi fĂŒr den ganzen Tag mieten. Was in etwa 40$ fĂŒr alle kostete, wir aber auch an alle wichtigen PlĂ€tze kamen. Überall auf der kompletten Route konnten wir mit amerikanischen Dollar bezahlen, was zwar nicht immer billiger war, doch dennoch einfacher.

Wir hatten nun also ein relativ neues GefĂ€hrt, gepflegt, sicher und vollklimatisiert. Cartagena ist eine Millionenstadt im Norden Kolumbiens. Dass durch den Waffenstillstand mit den Fahtrebellen nun auch wieder sicherer wird. Cartagena selbst geniesst jedoch beinahe einen Enklaven-Status. Durch die geographische Lage, am Meer und umringt von Bergen, ist sie schwieriger auf dem Landweg zu erreichen. Sie lebt grĂ¶ĂŸtenteils vom Tourismus und betreibt einen wichtigen Hafen. Dadurch gibt es einen erhöhten Wohlstand, was man an den HĂ€usern auch sieht. Die Menschen hier betteln auch nicht! Es gibt eine Altstadt und eine neue Stadt, die relativ viele HochhĂ€user und Banken zur Schau trĂ€gt.

Unser erster Stopp brachte uns an DAS Wahrzeichen, der Festung San Felipe, eine der grĂ¶ĂŸten Wehranlagen gegen Piraten ĂŒberhaupt. Sie ist relativ Ă€hnlich zur Festung in Havana / Kuba.

Da die Eintrittspreise relativ teuer waren, und das Wetter sehr heiss, begnĂŒgten wir uns mit einem kurzen Stopp am Fusse des Berges.

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Danach folgte eine kurze Fahrt zur voll erhaltenen Stadtmauer und des ehemaligen MunitiongebÀudes, Waffenkammer und Sklavenmarktes.

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Jene Stadtmauer ist noch immer voll erhalten und intakt, und bietet eine LĂ€nge von 7 Kilometern komplett um die Altstadt, in welche wir nun fuhren.

Und wahrlich erkannte man das UNESCO Weltkulturerbe. Die GebÀude waren komplett renoviert und vermittelten einen tollen Charme. Abgesehen von der dicken Frau, die sich als Skulptur entblösste.

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Auch das Weihnachten kurz bevor stand war allgegenwÀrtig :)

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Doch hier tanzten die Menschen zu Rumba und Salsa. An jeder Ecke gab es Eis, was auch angenommen wurde. Die Menschenmassen der Kreuzfahrer verlief sich in der großen Altstadt uns dafĂŒr war es auch relativ leer.

Da die Liegezeiten des Schiffes mit 16 Uhr Abfahrtszeit relativ kurzweilig war, machten wir uns dann auch bald wieder auf den Weg. Der Taxifahrer wollte uns jedoch noch die neue Stadt zeigen. Wo wir dann auch noch hinkamen.

Hier jedoch erst der HauptstĂŒtzpunkt der kolumbianischen Marine.

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Und der Blick auf unser Schiff

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Danach legten wir auch bald ab und beim Auslaufen gab es dieses Panorama abzulichten.

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Als kleinen Zusatz gibt es noch diese fliegenden Kisten, da sich die Schiffsposition in der Einflugschneise des Flughafens befand.

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Als Fazit kann ich sagen, dass Cartagena eine unglaublich schöne Stadt ist. Man kann hier baden, bummeln, feiern und und und. Die Menschen sind freundlich und die KriminalitĂ€t ist kaum bis wenig vorhanden, so wie in anderen GroßstĂ€dten eben. Der Lebensstandard liegt ganz klar ĂŒber dem Durchschnitt in Kolumbien und SĂŒdamerika. Ich hatte mir auch ĂŒberlegt zu spotten, denn jeden Tag bedient Avianca den Airport mit einer B787 nach Medelin und Bogota. Leider ist der Flughafen ausserhalb, was höhere Taxipreise mit sich zieht. Es gibt wohl tolle Positionen. Jedoch wĂŒrde ich immer wieder einen Innenstadtbesuch vorziehen, ausser man ist zwei Tage hier, oder reist individuell, dann hĂ€tte ich es auch probiert. FĂŒr den Dreamliner, den ich ĂŒbrigens an Deck erwischen wollte, wurde extra die Landerichtung geĂ€ndert. Immerhin ging kurz danach noch dieser hier raus!

Adios Cartagena...

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Die nĂ€chste Etappe stellte ein weiteres Highlight da. Panama. Nicht allein wegen dem berĂŒhmten Kanal, sondern auch wegen Panama-City. Eine der Metropole und sehr bekannt fĂŒr ihre Skyline. Hier wollten wir aber von Anfang an beides kombiniert erleben, sowohl die Hauptstadt, als auch den Kanal bzw. die Schleusen. AIDA bot den kombinierten Ausflug fĂŒr teure 119€ an, wir fanden einen externen Österreicher, der 70$ pP verlangte. Ein Top-Angebot. Er hatte auch das perfekte Timing, da am Schluss auch ein NEO-Panamax Schiff in die, erst ein halbes Jahr alte, Schleuse einfuhr.

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Doch wir begannen in Colon, einer Ă€rmeren typisch heruntergekommenen Hafenstadt, die im Schatten der Hauptstadt liegt. Hohe KriminalitĂ€t (wir erlebten jene jedoch in keinster Form) wird ihr nachgesagt. Überall Polizei und heruntergekommene GebĂ€ude. Doch immerhin wurde einer der letzten James Bond Filme hier gedreht. Die Stadt wurde als Haiti dargestellt.

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Die roten Busse sind in Panama sehr berĂŒhmt und gelten als die roten Teufel. Erstens wegen der Farbe und der lauten Musik im Innern, aber auch aufgrund des Fahrstils der Busfahrer. Sie sind aber immer sehr voll gewesen.

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Wir fuhren also nun nicht wie die AIDA Busse direkt an die leeren Schleusen, sondern direkt nach Panama-Stadt. Die etwa 75 Minuten entfernt lag. Und das witzige dabei, wir fuhren vom Atlantik, an den Pazifik, witzig oder? Die Strecke verlief dabei entlang des Gatun Stausees, oder eben des berĂŒhmten Panama-Kanal.

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Als wir dann auch die Aussenbezirke der Hauptstadt erreichten, fing es an heftig zu regnen! Ich erkannte gerade so noch den Stadtflughafen (welche grĂ¶ĂŸtenteils nur GA und ein paar Fokker 100 von Air Panama beherbergt). Nicht mal ein Notschuss war möglich!

Als wir in die Innenstadt kamen, war der Spuk vorbei und es trocknete schon wieder auf den Strassen. Wier verliessen den Bus, um direkt in Richtung Meer zu laufen.

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Der Ausblick war die kurze Wanderung auch absolut wert.

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Der Aufenthalt in der Panama-Stadt war jedoch insgesamt von kurzer Dauer, da An und Abreise, jeweils ĂŒber eine Stunde kostete, und die Gefahr bestand, dass man in den Feierabendverkehr kommen könnte, das wohl so schlimm ist wie der Verkehr auf der A81 um Leonberg Freitag Mittags.

Doch es wartete ja auch immer noch ein weiteres Highlight und alle im Kleinbus freuten sich, dass eben auch ein Schiff angekĂŒndigt wurde.

Wir verliessen jedoch zuerst die Stadt durch die HintertĂŒre, wie man sieht...

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Eine starke Stunde waren wir dann im nagelneuen Besucherzentrum und konnten den Prozess mitverfolgen. Hier konnte man nun sehen, wie ein Schiff den 80 Kilometer langen Kanal in Richtung Meer verlassen konnte.

Die Zahlen und Fakten sind enorm, informiert euch doch mal bei Wikipedia. Kann es nur empfehlen, allein der Fakt, dass ohne Kanal eine Umschiffung von Kap Hoorn gute drei Wochen lĂ€nger dauern wĂŒrde, finde ich schon spannend. Aber auch die Historie ist der Wahnsinn. Vergleicht einfach mal die GrĂ¶ĂŸe und die Personen auf den Bildern...

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Nach gut einer weiteren Stunde, hiess es die Heimfahrt zum Schiff angetreten. Ein weiterer ereignisreicher Tag ging zu Ende mit viel positivem Stress und einer zufÀlligen Entdeckung im Gatun Stausee. Die Frage nach dem baden darin, durfte nun auch beantwortet sein.

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Am Schiff angekommen, gab es dieselben Prozesse wie die Tage zuvor. Abendessen, Volleyball, Auslaufen und gemĂŒtlich achtern bei Cocktails sitzen. So liess es sich aushalten. Denn fĂŒr den nĂ€chsten Tag war die große "Unbekannte" angesagt: Costa Rica.

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Ähnliches Wetter, jedoch ohne Regen, empfing uns beim Anlegen in Puerto Limon. Dem Haupthafen Costa Ricas. Wir hatten fĂŒr heute eine kleine Safari mit Boot und Strand gebucht. Die Möglichkeiten hier waren aufgrund der Lage etwas eingeschrĂ€nkt, was aber kein Problem darstellte. Die Hauptstadt San Jose', hat scheinbar nicht den Charme von Panama-Stadt oder Cartagena und war aufgrund kurzer Liegezeit eh keine Option. Viele Reiseberichte schlossen mit der Aussage, dass sich der Autor in das mittelamerikanische Land verliebte und um es vorwegzunehmen, wir taten das auch. Doch der Reihe nach:

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Nach der Ankunft am Hafen, wurden wir vom Bus pĂŒntlich erwartet. Wir bezahlten heute 90$ pP, was etwas mehr war. Jedoch waren eine Bootstour und Mittagessen inkludiert. Dazu auch ein Snack am Nachmittag. Wir aßen ja nicht schon genug auf unserem Pott:). Sogesehen war auch ein Zoobesuch inklusive, doch mehr dazu gleich.

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Entlang der reichen KĂŒste (Costa Rica) ging es zu an den Tortuguero Kanal der sich hinter der KĂŒste etwa 200 km weit bis Nicaragua zieht und viele FlĂŒsse und WasserlĂ€ufe miteinander verbindet. Hier werden Bootstouren angeboten, auf denen man die heimische Flora und Fauna gut beobachten und fotografieren kann.

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Hier hatten wir auch den ersten Kontakt, mit den einheimischen Beamten:).

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Schon toll, solche Tiere in freier Wildbahn zu erleben.

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Dann folgte unser Mittagessen, dass nur aus einheimischen FrĂŒchten uns SĂ€ften bestand und uns auch völlig genĂŒgte.

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Danach folgte die Fahrt ans Meer (Karibisches Meer). Die Sonne versteckte sich grĂ¶ĂŸtenteils hinter Wolken, was der Hitze jedoch keinen Abbruch tat. Auch das harte Licht verschwand, was fotografieren geeigneter machte.

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Am Cahuita Strand ist das Baden deutlich erlaubt, sowie das Geniessen der Natur. Alles kostet einen Dollar (Kokosnusswasser, Fleischspiess, BlĂ€ttertasche gefĂŒllt mit Fleisch,...) Es ist sehr gĂŒnstig, jedoch nicht nur hier. Die Menschen leben einfacher, ohne dabei arm zu sein. Neid und Eifersucht gibt es nicht!

Jedoch wird hier vor manchen frechen Tieren gewarnt. Am Schlimmsten sind die Affen:), die auf dem Baum, nicht die vom Schiff;). Jener gehörte jedoch zu angenehm ruhigen Art.

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Dieser nicht!

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Auch ein sehr frecher Schlingel, der oft an RucksÀcken erwischt wurde....

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Es gab aber auch weniger beliebte Bewohner, wobei die Farbkleider auch einladend waren...

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Völlig zurĂŒckhaltend war dieser Kamerad, der sehr gern fotografiert wurde, bzw. als Motiv herhalten musste.

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Danach blieb noch etwas Beach-Time ĂŒbrig. Immer unter den wachsamen Augen der Affenfamilie.

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Auf dem RĂŒckweg stoppten wir dann noch an einer Bananenplantage von Dole.

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Zeit fĂŒr Spotting gab es auch noch, am internationalen Flughafen von Limon.:):)

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Ehe wir wieder am Schiff ankamen, im GepĂ€ck wahnsinnig tolle Erinnerungen, eines sehr reichen Landes, im Sinne von nicht materiellen GĂŒtern..

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Abschliessend können wir sagen, dass ein lÀngerer Aufenthalt hier in Costa Rica noch von uns geplant wird. Es ist toll, die Menschen sehr nett und einfach. Dazu sehr hilfsbereit. Costa Rica ist ein verblassender Geheimtipp. Es gibt so viel zu sehen und zu erleben, wenn man Wert auf die Natur legt. Jeder der Safaris in Afrika mag, kommt auch hier auf eine andere Art auf seine Kosten. Tiere und Pflanzen in absoluter Vielfalt. Wir können es nur empfehlen. Man sah mehr Tiere am Strand in einer Stunde, als im Schönbuch in einem Monat.

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La pura vida, wir kommen wieder!

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Ende des zweiten Teils. Gerne freu ich mich ĂŒber einen kleinen Kommentar. Ich hoffe dabei, dass es nicht zu viel Text ist, ich versuche mich kurz zu halten.

Teil 3 folgt mit der eigentlichen Karibik:

- Cayman Islands
- Jamaica
- Samana / Dom. Rep.

Dann auch wieder mit etwas richtigem Spotting:-)


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 Betreff des Beitrags: Re: [Tripreport] Auf Spuren von Jack Sparrow. Kreuzfahrt in
BeitragVerfasst: Mi 17. Mai 2017, 16:48 
Second Officer

Registriert: Do 14. Jan 2016, 16:16
BeitrÀge: 196
Wohnort: Heidenheim a. d. Brenz
Echt geniale EindrĂŒcke :)

Merken: Da muss ich auch mal hin.

_________________
Mit freundlichen GrĂŒĂŸen und freundlichem Grinsen

FlyingFan1
Meine Flugstatistik: http://meine.flugstatistik.de/FlyingFan1

Besuchte Ziele: XRY, PMI
Flugzeugtypen: A321, B753, 2xB738


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